OstseeMan Glücksburg 2011
Dienstag, 9 August, 2011 16:19
Was für ein Tag! Der erste Triathlon, bei dem ich mit Weste, Armlingen und Überschuhen auf dem Rad sitze - das sagt schon alles! Aber der Reihe nach. 3:30 h - draußen stürmt es wie an einem Novembertag, und es muss die ganze Nacht geregnet haben wie aus Eimern. Schon beim Einchecken bekomme ich nasse Socken, als ich über den durchtränkten Teppich gehe. Die Wechselzone gleicht an einigen Stellen einem Sumpfgebiet. Ich begrüße mein Baby, das unter der Plane trocken geblieben ist. Die Ostsee, die so früh morgens eigentlich ruhig ist, tobt - bis zu 1,5 m hohe Wellen warten auf uns. Trotzdem kommt wie immer in Glücksburg Gänsehautfeeling auf und ich freue mich auf den Wettkampf. Um 7:00 Uhr dann endlich der Startschuss! Lange werde ich verprügelt, sehr lange. Als ich nach 1:12 h aus dem Wasser komme, zweifel ich an mir selbst - ich wusste ja nicht, dass das die 4. beste Zeit bei den Frauen war. Denn alle hatten zu kämpfen gehabt! Egal - nächste Frage: Ziehe ich mich wärmer an? Das habe ich doch noch nie getan! Ich entscheide mich spontan für Weste und Armlinge. Und dann ab aufs Rad. Ein Gel fliegt ab, ich drücke den falschen Knopf beim Radcomputer und weiß nicht, wie ich zur km-Anzeige gelange - was passiert hier eigentlich? Endlich hab’ ich alles wieder im Griff und es kann ENDLICH losgehen! 180 km mit viel Wind, der mit 60-70 km/h zeigen will, wer der stärkere ist. Schon in der 2. Runde bei km 40-50 überhole ich Caroline Koll. Bin ich zu schnell? Habe ich überzockt? Schon wieder Zweifel. Ich weiß, dass sie keine schlechte Radfahrerin ist. In der 5 Radrunde erwische ich eine Flasche, die nicht zugeschraubt ist, so dass alles über das Bike, aber nichts in meinen Aerobehälter gelangt. 17 km ohne etwas zu trinken - Mist!
Als ich den letzten Kilometer auf der Radstrecke bin, kommt mir Dana Wagner parallel auf der Laufstrecke entgegen. Das müssen schon fast 4 Lauf-km sein! Zweifel! Endlich bin auch ich auf der Laufstrecke. Es fühlt sich zunächst ganz gut an, aber dann merke ich, wie viel Körner ich beim Schwimmen und auf der Radstrecke gelassen habe. Ich habe das Gefühl, dass die gesamte Strecke nur bergauf geht. Ich beiße mich durch - aufgeben wird es nicht geben! Und es lohnt sich! Platz 2 gesamt und Norddeutsche Meisterin der Langdistanz. Für mich war es wieder wie ein Sieg. Es ist einfach unbeschreiblich, in Glücksburg ins Ziel zu laufen. Danke!
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Männer dürfen vor ;-)
Montag, 1 August, 2011 16:32





