Knock-out durch Zahnentzündung?
Sonntag, 25 Oktober, 2009 15:20

Ich lebe noch! Vor 2 Tagen hatte ich eine Wurzelbehandlung. Der Zahn tat ja schon vorm IM Hawaii weh und ich war in den Wochen vor Hawaii Dauergast beim Zahnarzt. Mein Doc wollte natürlich den Zahn retten und probierte Verschiedenes aus. Aber die Schmerzen bei Druck und Kälte blieben. Irgendwie hatte ich mich schon damit arrangiert, mit der anderen Seite zu kauen und bei kalten Getränken Schmerzen zu haben. Dass ich eine Zahnwurzelentzündung hatte, wusste ich aber nicht. Vorgestern war es dann soweit. Die Zahnwurzel hatte sich nun so sehr entzündet, dass auch die Betäubungsspritzen nicht viel brachten. … Es war die Hölle! Und wenn es länger gedauert hätte, hätte ich die Armlehne des Behandlungsstuhls abgerissen.
Sehr wahrscheinlich hat mich dieser Zahn beim Ironman auf Hawaii ins Aus geschossen. Aber das kann man ja vorher nicht wissen.
Nun werde ich gleich bei meiner Schwester bei Kaffee und Kuchen Hawaii-Fotos anschauen und vom nächsten IM träumen - naja, vielleicht erst ‘mal von einer Kurzdistanz!
IRONMAN Hawaii 2009
Sonntag, 11 Oktober, 2009 23:32
Was war los? Das war nicht mein Tag. Trotzdem bin ich froh, überhaupt(!!!!!) die Finishline erreicht zu haben.
Zum 1. Mal bei einem Rennen habe ich am “Überhaupt-Durchkommen” gezweifelt. Auf dem Rad ständiges Übergeben, mit Beginn (!!!) der Laufstrecke Schmerzen unter den Füßen und dann war mir beim Laufen auch noch tierisch schwindelig. Ich habe dann nur grob gerechnet: rund 7 Stunden habe ich fürs Schwimmen und Radfahren gebraucht – habe dann also noch 10 Stunden für den Marathon. Das wäre also auch noch mit 42km Schleichen zu schaffen. Hatte nur Angst, dass irgendein Offizieller mir das ansieht und mich aus dem Rennen nimmt. Denn da gibt’s keine Diskussion. Wenn die meinen, dass du aus medizinischer Sicht nicht mehr in der Lage bist, dann gilt das.
Ca. 6 km vorm Ziel radelte dann plötzlich jemand neben mir und fragte: „Are you okay?“ Tolle Frage – nichts war okay, aber das war natürlich nicht meine Antwort. Da es schon dunkel war, konnte ich nicht erkennen, ob er zum Raceteam gehörte. Es stellte sich dann heraus, dass es ein Einheimischer war – Dusty aus Kona. Er habe selbst viele Jahre am Ironman teilgenommen, aber nun sei es für ihn jedes Jahr eine größere Freude, beim Ironman zuzuschauen und einige Athleten wieder aufzubauen. Und das hat er bei mir wirklich geschafft. Er brachte mich vom Walken sogar wieder zum “Joggen“. Dear Dusty, ich danke dir dafür! Ca. 3 km radelte er neben mir her; die letzten 3 km schaffte ich dank der vielen jubelnden Zuschauer allein. Ich habe keine Ahnung, woher mein Körper noch diese letzten Reserven nahm, aber es war, als würde ich plötzlich schweben. Das ist es, warum man immer wieder zum IRONMAN Hawaii kommt. It is a big experience! – mit vielen Höhen und Tiefen. Hinter(!!!!!) der Ziellinie habe ich dann erst ‘mal im Medical Tent gelegen. Hat sich alles gedreht - Karussellfahrt gratis
Nachdem sie mich dort durchgecheckt haben, haben sie mich gefragt, wie ich überhaupt die Ziellinie erreichen konnte …. habe halt einen starken Willen und habe mir beim Laufen (eher Schleichen) ständig gesagt: “Nur nicht umkippen, nur nicht…!” Platzierung war da schon längst egal. Dass ICH das ’mal sage, hätte ich auch nicht gedacht. Diesmal wurde nicht der Sieg im Kopf entschieden, sondern das pure Durchkommen. Auf jeden Fall werde ich ganz viel Positives (sprich: was kann ich aus diesem Rennen lernen) aus diesem IRONMAN mitnehmen. Und das ist eine MENGE!!!
Ironman is a deep passion and a big experience! Mahalo an alle, die mir die Daumen gedrückt und mit mir gefiebert haben, an meinen Trainer Ralf Ebli, an Merkur Druck, an alle Zuschauer am Streckenrand und die vielen tausend volunteers!!! MAHALO!


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A day where the world comes to Kona
Freitag, 9 Oktober, 2009 18:32
Nur noch ein paar Stunden – dann ist es soweit – das Rennen des Jahres: the IRONMAN World Championship on Big Island of Hawaii. Über 1.800 Athleten aus der ganzen Welt, davon 227 deutsche Starter und Starterinnen (Profis + Agegrouper), 68 Schweizer, 45 Österreicher, 2 Luxemburger, … Nur 3 Athleten kommen aus Hamburg (3 Frauen).
Mein Rad, meine Lauf- und meine Radsachen sind nun eingecheckt. Genauso wie es am Pier von Kona immer voller wurde, so stieg auch die Anspannung in den letzten Tagen – ein ständiger Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung.
Aber jetzt freue ich mich auf das Rennen! Zum Athleten-Tracker geht’s hier. ALOHA!



Hang Loose
Mittwoch, 7 Oktober, 2009 19:21
Aloha kakou!
Wie sahen die letzten Tage aus? Mit der Ruhe in Kona ist es nun endgültig vorbei. Ganz Kona besteht fast nur noch aus “Athletes”. Die Einheimischen nehmen’s gelassen. Mit hawaiianischer Ruhe fahren sie im Stop-and-Go durch die Straßen und lassen uns Athleten überall passieren - in Deutschland undenkbar!
Auf dem Highway Rad zu fahren, bringt echt Spaß - kaum Ampeln und immer geradeaus! Für uns Radfahrer ist der superbreite Seitenstreifen und alle paar km stehen “Athletes In Training”-Schilder.
Um den Hwy für den Marathon anzutesten, bin ich dort gestern 10km gelaufen; das war schon hart; ich war triefend nass danach. Ansonsten bin ich meine Kilometer im Pool und auch im Meer geschwommen und habe brav meine Rumpfstabi-Übungen gemacht.
Heute habe ich mein Rad geputzt und mich offiziell registriert - es gibt also kein Zurück mehr
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Fotostory - Day #4 in Kona
Samstag, 3 Oktober, 2009 19:20
In der Sprache des Wetterberichts habe ich heute ein gefühltes Hoch erlebt ![]()
Nach einem ausgiebigen Frühstück im Bett gings zu einer Schwimmeinheit im Pool. Gut, dass Timo B. mir gestern noch sehr nützliche Tipps gegeben hat (der Pool hat nämlich 25 yard statt 25 m). Dank dir, Timo. Mein Trainer hat mir natürlich auch noch Tipps gegeben
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Am Nachmittag gings zum Laufen. Gestartet bin ich am Pier, um ‘mal die ersten km der Ironman-Strecke laufend zu “fühlen”. …. und es lief! - es lief sogar super, nichts zwackte wie sonst beim nasskalten Wetter in good old Germany - ich liebe es, wenn es warm ist!
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Danach gab’s Kohlenhydrate in Reinform! … naja, es gab auch noch Gemüse dazu.
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Und danach? - RELAXING! ![]()
Noch 1 Woche bis zum GROSSEN TAG! - ich kann es kaum erwarten!
Grönland oder Hawaii?
Donnerstag, 1 Oktober, 2009 2:50
 Sind das nicht schöne Eisberge?
 Trotzdem war ich froh, dass der Flieger nicht in Grönland gelandet ist, sondern noch einige Stunden weiterflog - nach Hawaii. Da ist es doch etwas wärmer und auch das Wasser ist angenehmer zum Schwimmen.
Nachdem ich heute Morgen schon um 4.30 Uhr aufgewacht bin und putzmunter war, ging es dann um 7.00 Uhr zum Schwimmen. Vor lauter Fische-Gucken bin ich gar nicht richtig zum Schwimmen gekommen. Jedes Mal bin ich wieder total begeistert, wenn die vielen bunten Fische unter mir durchschwimmen. An das wellige Wasser muss ich mich aber noch gewöhnen, nicht dass ich während des Wettkampfes die Fische fütter.
Danach bin ich erst ‘mal zum Sack N Save (mein Lieblingssupermarkt - richtig schön amerikanisch), um meinen Kühlschrank aufzufüllen.
Gleich geht’s zum Laufen - ‘mal sehen, wie sich das so bei der feuchten Wärme anfühlt.
Hier noch ein kleiner Beweis, dass ich nicht in Grönland bin:

ALOHA!

