Wettlauf in der Umkleidekabine
Sonntag, 22 März, 2009 19:14
Heute war einer von diesen Tagen, die einfach g.… (genial) sind. Schon morgens um 7:15 schien die Sonne durch den Vorhang. Also Frühstück, Schwimm- und Radsachen packen und ab damit ins Auto.
20 min. vor Öffnung des Fitnessstudios, in dem ich schwimme, stand ich vor der Tür. Völlig bescheuert, aber heute wollte ich den Kampf gegen die Rentnerbande um eine Schwimmbahn gewinnen. Ich kam kaum dazu, darüber nachzudenken, ob es nicht doch etwas peinlich sei, da stand schon die gefürchtete Menschenmenge hinter mir. Alle mit ihrem gerollten Handtuch unterm Arm. Aber ich hatte noch ein As im Ärmel oder besser gesagt: unter der Jacke. Ich hatte zum ersten Mal meinen Badeanzug schon an. Punkt 9:00 Uhr wurden die Türen geöffnet. Ich lag gut im Rennen, erklomm als erste die Treppe zu den Umkleideräumen, nahm mir taktisch klug einen Schrank dicht beim Gang zum Schwimmbad und legte eine Wechselzeit hin wie bei einem wichtigen Triathlon. Das musste doch ein überlegener Sieg werden, oder? Endlich – der rettende Beckenrand … und zwei Rentnerinnen standen schon wieder hinter mir! Wie machen die das?? Die müssen eine bessere Wechselzeit hingelegt haben als ich! Hut ab! Ich muss meine Taktik überdenken … Wundert euch nicht, falls nach dem nächsten Wochenende in der Zeitung steht: “Bei einer Verkehrskontrolle staunte ein Polizist. Eine Autofahrerin saß ohne Socken, aber mit Badekappe und Schwimmbrille hinterm Steuer.“
Während ich noch meine Bahnen zog, saß die Rentnertruppe schon beim zweiten Frühstück und die Welt war wieder in Ordnung.
Danach ging’s aufs Rad. Bei herrlichstem Sonnenschein probierte ich eine neue Radstrecke aus und fand eine geniale Runde.
Als krönender Abschluss fand ich dann auch noch vor meiner Haustür einen Parkplatz! Insider wissen, dass das an einem Samstag gegen 16:00 in Hamburg-Eimsbüttel einem Lottogewinn gleich kommt. Genialer Tag!

