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Fuerteventura Blog - Part 2

Donnerstag, 13 Januar, 2011 11:20

Nun, wenn man Part 1 schreibt, muss man auch mindestens einen zweiten schreiben. Hier also Part 2. Ich bin zwar nicht mehr auf Fuerte und der Alltag in good old Germany hat mich schon längst wieder, aber die gute Laune hält noch an. Als einen der schönsten Urlaubstage ist mir der auch gleichzeitig anstrengendste Tag in Erinnerung geblieben. Weckerklingeln morgens um 6:00 Uhr. Es ist stockdunkel und absolut still. Ich bereite mir ein leckeres Frühstück mit Haferflocken, frischem Obst und Kaffee und gehe mit allem wieder ins Bett. Bei deutschem Fernsehen und offener Balkontür werde ich langsam munter und freue mich auf die erste Einheit: es steht Laufen auf dem Plan und zwar Kraftausdauer. Es ist mittlerweile 7:15 Uhr und noch immer absolut dunkel und recht frisch. Trotzdem laufe ich schon los, da ich in den Sonnenaufgang hineinlaufen möchte. Dieses Mal laufe ich in den Bergen. Es ist ein Traum: die Akustik, der Sonnenaufgang, Gänsehautfeeling wie bei manchen Zieleinläufen. Auf dem Rückweg begegne ich einigen Bergziegen. Auch die ersten Golfer schwingen schon ihre Schläger - andere Läufer habe ich natürlich schon längst getroffen. Nach einem kurzen Snack geht’s zum Schwimmen. Hiernach gibt’s ein ausgiebiges zweites Frühstück mit Relaxing, bis dann die Trinkflaschen für die Radeinheit gefüllt werden. Gut ausgeruht folgen bei herrlichem Sonnenschein 60 km biken. Abends folgt noch eine Rumpfeinheit. So könnte eigentlich jeder Tag sein! Weitere Fuerteventura Fotos hier
Sunrise
Der Berg ruftRelaxing


Fuerteventura Blog - Part 1

Freitag, 31 Dezember, 2010 20:48

I am so happy!Heute bin ich schon 1 Woche auf Fuerte und kann Gott sei Dank noch eine weitere Woche bleiben. Das war eine der besten Entscheidungen, die ich Mitte Oktober traf. Mich überfiel auf einmal der panische Gedanke, der Winter könnte wieder so schlimm werden wie im letzten Jahr. Es folgten mehrere Tage & Nächte Suchen im Internet nach Flügen und Hotel. Aber es hat sich gelohnt! Irgendwie muss das Reisepaket noch eine XXL-Packung Glückshormone enthalten haben. Seit ich hier bin, läuft es - oder besser: meine Beine - wie geschmiert. Mittlerweile haben schon alle Kleidungsstücke diesen klebrigen Sonnencremeduft. Einfach herrlich!
Ich wünsche allen Daheimgebliebenen Durchhaltevermögen! Wenn ich könnte, würde ich auf der ganzen Welt den Schnee abschaffen und die Sonne für alle scheinen lassen! … Okay, für die Winterliebhaber kann man es ja irgendwo schneien lassen.

Beautiful Fuerteventura-Fotos hier!

I wish you a
Happy New Year!


Merry Christmas!

Freitag, 17 Dezember, 2010 20:14

Wieder ist ein Jahr fast ‘rum - 2010 - für mich ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen.
Zeit, um einigen besonders zu danken:
Danke an 

* Ralf, meinen Trainer, der nicht nur meine Kondition aufbaut,
* meine treu gebliebenen Sponsoren,
* fitness&friends, wo ich Millionen Kacheln gezählt und etliche Gewichte gestemmt habe,
* Mattias Stiller, der stets rasend schnell meine Ratlosigkeit in Sachen Website in Luft auflöst,
* iconauten - meine Websitesponsoren
* viele Freunde für Unterstützung, Fotos, Trost u. Ansporn
* viele Fremde, die mich am Streckenrand angefeuert und jubelnd ins Ziel getragen haben

********************************************************** 

Ich wünsche euch allen
winterbild


Triathleten sind “ein bisschen” verrückt

Freitag, 15 Oktober, 2010 18:05

Triathleten sind ein bisschen verrückt


Challenge Barcelona - 226 km … and more

Dienstag, 5 Oktober, 2010 19:45

Challenge Barcelona Okt. 2010
Challenge Barcelona Okt. 2010

Am 3. Oktober war es endlich soweit! Noch einmal Barcelona! Noch einmal an den gleichen Ort, wo im Mai der Unglücks-Monat für mich begann. Aber dieses Mal sollte es die Langdistanz sein (3,8 km - 180 km - 42,2 km). 
Hinflug, Mietwagen, Hotel - alles klappte fast reibungslos.
Das Wetter war herrlich, fast zu heiß, denn aus dem hohen Norden hatte ich mich ja schon an Temperaturen zwischen 5° und 10° C gewöhnt.

Sonntag, 3. Oktober, 4:00 Uhr: mein geliebter Haferschleim, Kaffee und ein wenig Fernsehen.
7:32 Uhr endlich Start der AK-Frauen! Das Schwimmen fühlt sich richtig gut an! Ich bin in einer kleinen Gruppe ganz vorn. Irgendwann werden wir von einigen Männern der folgenden Startgruppe überholt. Ich hänge mich an einen dran und nutze das Tempo, um die vorderen Frauen zu überholen. … Männer weg, Frauen hinter mir … ich beim Schwimmen ganz vorn? Kurzzeitig bin ich verunsichert, aber dann ist es ein super Gefühl, bis … nun: ich sehe das weiße Zelt am Strand, schwimme direkt dorthin, bis mir leuchtende Badekappen entgegen kommen - Mist, das war das falsche Zelt, ich bin vom Kurs abgekommen, drehe um, da kommt mir schon ein Kajak entgegen. Ich schwimme, als  wäre ein Hai hinter mir. Als ich um die letzte (richtige!!!) Boje biege, applaudieren die Helfer auf dem Boot. Trotzdem habe ich eine Zeit von 1:09 h. Ohne die 300-500 Extra-Meter wäre es endlich meine persönlich Bestzeit auf 3,8 km geworden.
Mit mächtig Wut im Bauch geht’s auf die herrliche Radstrecke immer am Meer entlang. Wegen des Patzers beim Schwimmen werfe ich viele vernünftige Vorsätze über Bord und trinke zu wenig. Ich fahre mit einem Durchschnitt von 34 km/h (5:23 h für fast 184 km - schnellste Radzeit der Ak-Frauen), auch wenn ich ‘mal wieder anhalten und nach dem Weg fragen musste ;-) 
Nun folgt der Marathon. Ich habe unendlichen Durst und schütte viel zu viel in mich hinein. Nach 20 km geht fast gar nichts mehr. Meine Uhr zeigt eine Durchschnittstemperatur von 32°C! Und es sind noch 22 km zu laufen!
Immer mehr Athleten gehen, bleiben stehen, Krankenwagen fahren immer wieder an mir vorbei. Ich beiße und werde mit Platz 1 (Ak) belohnt.
RESULTS Challenge Barcelona 2010:

Frauen Gesamt

Männer Gesamt

Agegroup Frauen

Agegroup Männer

Staffeln

Challenge Barcelona 2010 - Swim Start: 

 


Aus der Sicht einer Ente

Dienstag, 31 August, 2010 14:37

Ratzeburger EnteDass an einem warmen Sommertag einige Menschen den Ratzeburger Küchensee belagern, kennen wir ja schon. Aber dass an einem kühlen, windigen Sonntag (29.8.’10) morgens um 7 Uhr Horden von Menschen sich auf unserer Wiese ausbreiten, zweirädrige Gefährte an Stangen hängen und sich in schwarze Gummihäute zwängen, ist schon sehr neugiererweckend. Als sich diese Wesen kurz danach in den Küchensee stürzen und diesen in ein Wellenbad verwandeln, haben sich meine Freunde und ich lieber an Land begeben. Aber auch dort hatte man keine Ruhe, denn schon kamen die ersten Menschen wieder aus dem See und schwangen sich auf ihre rollenden Gefährte. Erst als sich die letzten Menschen zu Fuß in den Wald begaben, hatten wir Ruhe, um uns die Wechselzone ‘mal genauer anzuschauen…. vielleicht nehmen wir im nächsten Jahr auch daran teil; es muss ja nicht gleich die Mitteldistanz sein.
———————–
Noch zu mir: Nach dem Sieg auf der Langdistanz kann ich mich nun auch über einen Sieg auf der Kurzdistanz freuen. Es war wieder ein super schöner Wettkampf!
Hier  geht’s zum Ratzeburger Inseltriathlon.
Ratzeburg_Platz 1


Ostseeman - Schrecken, Freude, Sieg!

Dienstag, 3 August, 2010 15:40

www.ostseeman.de
Rechte: OstseeMan Glücksburg / Husen

Es ist nicht mit Worten zu beschreiben, welches Gefühl es ist, das Zielband zu ergreifen und in die Höhe zu halten! Und dann auch noch bei einem Langdistanz-Triathlon! Die Gefühle fahren immer noch Achterbahn mit mir.

Es war der perfekte Tag mit einigen Schrecksekunden, aber vielen, vielen Glücksgefühlen.
Sonntag, 3:15 Uhr Weckerklingeln - ich habe gut geschlafen und bin bereit für 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad und 42,195 km Laufen. Leider hat es die ganze Nacht geregnet, so dass die Straßen gefährlich glatt sind.
5:00 Uhr - das Einchecken beginnt. Ich liebe dieses leise Gewusel in der Wechselzone. Noch schöner wäre es, wenn sich jetzt die Sonne durchkämpfen würde. Bis zum Schluss warte ich mit der Kleiderwahl und schaue immer wieder in den wolkenbehangenen Himmel. Ich entscheide mich trotzdem für die “Wenig-Kleidung-Variante”. Die Kleidungsfrage hat so lange gedauert, dass ich kaum noch Zeit zum Einschwimmen habe.
6:50 Uhr - wir stehen alle am Strand, schauen aufs Meer, ein Gebet wird gesprochen, dann ertönen die Nationalhymnen der teilnehmenden Athleten - Gänsehaut - Herzklopfmusik - noch mehr Gänsehaut.
7:00 Uhr- der Start. Ich komme gut weg und kann schon ziemlich bald meinen Rhythmus schwimmen. Nach 2 Schwimmrunden und 01:08:29 h wieder Land unter den Füßen. Zeit ist okay. Wie gut, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht gewusst habe, dass die Favoritin Caroline Koll schon über 10 Minuten vor mir aus der Ostsee gekommen ist. 
Eigentlich kommt jetzt meine Lieblingsdisziplin, aber diesmal freue ich mich nicht auf das Radfahren. Denn die Kombination viele Kurven+nasse Straßen+Carbonfelgen sind für mich einfach nur grauenvoll.
Ich habe nur 3 Streckenabschnitte, auf denen ich Gas geben kann: Glücksburger Chaussee (leider berghoch), auf der B199 und Bockholm-Holnis.
Schon in der ersten Runde passiert’s: eine langgezogene Rechtskurve mit starkem Gefälle zwischen Geil und Wahrberg. Das Athletenfeld ist noch ziemlich dicht beisammen, ich werde direkt vor der Rechtskurve von 2 Radfahrern überholt - der hintere merkt, dass er die Kurve unterschätzt hat, bremst, Hinterrad geht weg, er überschlägt sich … In Bruchteilen von Sekunden rasen Gedanken in meinem Kopf: links, Mitte geht nicht, wir fahren alle in ihn oder ins liegende Rad hinein, Massensturz, Rechtskurve ganz rechts nehmen auf nasser, stark abschüssiger Straße, dann würde auch ich mit dem Hinterrad wegrutschen … ich ziehe nach rechts auf den Schotterstreifen und bremse dort, fahre auf dem 30 cm Sand-Steine-Streifen weiter, überhängende Dornenzweige peitschen über meinen rechten Oberarm, ich höre Rufe nach Sanitätern, merke, dass alle hinteren Athleten auch vorbei gekommen sind … Erst jetzt merke ich, wie sehr ich zittere … ich danke Gott … Es dauert eine Zeit, bis ich gedanklich wieder voll im Wettkampf bin. Noch 5mal muss ich durch diese Kurve … ein Graus.
In der vorletzten Runde rast dann noch ein Reh direkt vor mir quer über die Holnisser Noorstraße. Wenn es wieder umgekehrt wäre, hätte ich keine Chance gehabt.
Um es abzukürzen: auch wenn ich gedacht habe, dass ich wie eine Schnecke gefahren bin, legte ich wieder die beste Radzeit hin und ging mit nur noch knapp 6 Minuten Rückstand auf die Führende Caroline Koll auf die Laufstrecke. Super, wenn jetzt alles gut läuft, werde ich Gesamtzweite und Norddeutsche Meisterin auf der Langdistanz, da Caroline K. aus Südafrika kommt.
Aber durch das unglaubliche, großartige Glücksburger Publikum laufe ich schon bald an Caroline vorbei. Ich kann es selbst gar nicht fassen. Hoffentlich habe ich nicht überzockt, aber bis jetzt fühle ich mich sehr gut. Als Anja und Gunther mir zurufen, dass ich 8 Minuten Vorsprung hätte, bekomme ich Flügel und langsam ein Dauerlächeln. Danke, dass ihr weiter die Zeit genommen habt, denn sonst hätte ich es nicht geglaubt: … 10 min. Vorsprung … 12 min. Vorsprung. Riesiges Danke an Lilly, Markus, Emmi und wer war das noch alles? Ihr steht genau an der richtigen Stelle - dort, wo man einen Durchhänger bekommt, aber bei eurem Geschrei kann man ja nur schneller rennen!
Der letzte Kilometer wird unvergesslich bleiben - jubelnde, klatschende, trötende Zuschauer. Mit über 17 min. Vorsprung laufe ich in den Zielkanal, meine Lachmuskeln tun schon weh, Tränen steigen in die Augen, Gänsehaut - das Zielband - direkt vor mir - gleich werde ich es ergreifen … I did it!
Ich habe den Ostseeman gewonnen in 10:10:10 h.
Danke an alle Helfer, Organisatoren, Zuschauer und Athleten, die mich auf der Strecke angefeuert haben!
(Die Zeiten: 01:08:29 - 05:19:55 - 03:41:45 - schnellste Radzeit, schnellste Laufzeit)
Hier geht’s zu den Fotos und Presseartikeln vom Ostseeman.
Danke an Nathalie, Michael, Anja, … für die vielen Fotos!

Carboloading

Mittwoch, 28 Juli, 2010 19:25

carboloadingFalls die eine oder der andere auch keine Nudeln mehr sehen kann (egal ob gewellt, gekrümmt, in Buchstabenform oder als Sternchen), aber trotzdem Kohlenhydrate für den nächsten Wettkampf tanken möchte, dann habe ich hier ein leckeres Rezept. Es ist zwar nicht von mir, sondern von Herbert Steffny, aber gekocht und als gut befunden von mir. Wer bei Püriertem zu sehr an seine Kindertage erinnert wird, lässt den Stabmixer einfach im Schrank.
Power-Carboloading Rezept:

Kartoffel-Karottenpüree mit Champignons-Tomatensalpicon

Rezept für 4 Personen: Zutaten: 1 kg Kartoffeln, 4 große Karotten, 1 Messerspitze Koriander, 1 Esslöffel gehackten Majoran, ½ Liter Gemüsesud, Salz, Pfeffer.

Zubereitung Püree: Kartoffeln und Karotten schälen in 2 cm große Stücke schneiden, mit dem Koriander etwas Salz und dem Gemüsesud bei mittlerer Hitze leicht köcheln lassen (ca. 45 Minuten) bis alles gar ist. Mit dem Stabmixer pürieren. Zum Schluss dann den Majoran darunter geben und mit Salz, Pfeffer abwürzen.

Rezept Salpicon: Zutaten: 400gr. Champignons, 6 reife Tomaten, 1 Bund Basilikum, 1 Zwiebel gewürfelt, 2 gehackte Knoblauchzehen, 1 Esslöffel Olivenöl, Salz, Pfeffer.

Zubereitung: Champignons vierteln, Tomaten mit Schale in kleine Würfel schneiden mit den Zwiebeln, Knoblauch und Olivenöl in einem Topf andünsten, mit Salz und Pfeffer würzen noch ca. 5 Minuten weiterdünsten, dann den gezupften frischen Basilikum dazugeben. Zusammen mit dem Püree anrichten.

Quelle: Steffny, Pramann, Doll: “Perfektes Lauftraining - Das Ernährungsprogramm”


Merkur-Druck beim Triathlon Hamburg

Mittwoch, 21 Juli, 2010 20:02

alle_im_ziel1

Foto: merkur druck

Langdistanzlerin auf der Sprintdistanz? Nun, sie startet mit dem Merkur-Druck-Team. Am letzten Wochenende bin ich seit langer Zeit ‘mal wieder auf der Sprintdistanz gestartet, was echt lustig war, denn, wenn ich normalerweise erst eingeschwommen bin, war das Schwimmen hier schon wieder vorbei. Und nach insgesamt 1:12:40 h war ich schon wieder am Kuchenbuffet… und nicht erst nach 5 oder 10 Stunden. So eine Sprintdistanz hat schon ‘was! Mit Platz 2 in meiner Ak und Platz 4 von 986 Athletinnen bin ich echt zufrieden. Einigen aus unserem Merkur-Druck-Team war es wohl auch zu kurz, sie sind einfach am folgenden Tag noch einmal in der Staffel gestartet.
Coole Fotos seht ihr hier


Rudern für unicef

Montag, 12 Juli, 2010 18:30

Deutschland rudert

WM vorbei - jetzt wird gerudert für AFRIKA!

Wie beim Triathlon geht es hier um 3 Dinge:
Du ruderst und tust DREI-fach etwas Gutes!

  • Deine Spende geht direkt an UNICEF
  • Du tust etwas Gutes für deinen Körper
  • Du hast garantiert viel Spaß
  • WO? - Im fitness & friends Wandsbek, Friedrich-Ebert-Damm 128, 22047 Wandsbek
    www.fitnessandfriends.de
  • WANN? - Ab 16. August 2010, Montags 18:00-19:00

Wir wollen möglichst viele Kilometer auf dem Rudergerät errudern. Du bestimmst selbst, wie viel du pro gerudertem Kilometer spenden willst. Die Spenden fließen dieses Jahr in das UNICEF-Projekt SCHULEN FÜR AFRIKA.
HIER kannst du mehr erfahren.

Ich freu’ mich auf euch! Kommt vorbei im fitness & friends Wandsbek und sichert euch einen Platz im “Ruderboot”.
Eure Dörte


Radrekord in Bad Bodenteich

Sonntag, 4 Juli, 2010 18:06

Blick aus dem Fenster Wenn man einen Wettkampf als Kurzurlaub empfindet, dann ist man im niedersächsischen Bad Bodenteich.
27. Juni 2010, kurz vor 6.00 Uhr; Blick aus dem Fenster; sind die Hühner auch schon wach? Schließlich sind sie gestern vor mir ins Bett - ich meine, auf die Hühnerleiter- gegangen. Und die Enten? Ich bin in Kattien bei Familie Wöhling - ein echter Geheimtipp, wenn man Entspannung sucht. Und die hatte ich wirklich nötig, aber eigentlich bin ich hier wegen eines Wettkampfes. Auch 2 Stunden später in der Wechselzone bin ich  noch immer völlig entspannt, was ich eigentlich gar nicht von mir kenne. Immerhin liegt eine Mitteldistanz mit 2 km Schwimmen, 90 km Rad und 21 km Laufen vor mir.
Um 9.00 Uhr treibe ich mit ca. 200 anderen Athleten im 17 Grad kalten Parksee und warte auf den Startschuss. Immer noch Urlaubsfeeling. Das soll sich aber schon 10 Minuten später ändern! Fast die Hälfte der 2 km langen Schwimmstrecke werde ich verprügelt, was aber auch ein gutes Zeichen ist, denn ich halte mit der Masse mit. Und tatsächlich: nach gut 35 Minuten habe ich wieder Land unter den Füßen - keine schlechte Zeit. Nur die Favoritin Daniela Martens ist schon weg. Mit einem Rückstand von 3 1/2 Minuten geht’s endlich aufs Rad - 3 Runden à 30 km auf herrlichstem Asphalt - eine Traumstrecke durch Orte mit lustigen Namen!
LondonRadstreckeHamborg Ich fahre einen Schnitt von knapp 37 km/h und habe somit die 90 km als schnellste Frau in 2:27 h erledigt (inklus. 2 Wechsel 2:30:14 h). 
Außerdem Rekordzeit seit Bestehen der Bad Bodenteicher Mitteldistanz! Schneller als Sandra Wallenhost im Jahr 2007. Auch wenn ich lieber noch 3 Runden auf dem Rad `rangehängt hätte, geht’s jetzt auf die 21 km lange Laufstrecke. Von den Temperaturen her bekommt der Wettkampf schon leichtes Hawaiifeeling. Dank an den Helfer mit dem Wasserschlauch auf dem Berg! Das Laufen fühlt sich trotzdem gut an (bis auf die 8malige Bergbezwingung); 1:41:49 h ist kein Rekord, aber lässt sich sehen.
Nach 4:47:50 h laufe ich als 2. durchs Ziel hinter Daniela Martens und vor Sonja Beerbaum. Ein herrlicher Wettkampf mit Top-Bedingungen, einer super Organisation und unersetzlichen Helfern! Und das Buffet? Muss man gesehen haben! Es gab sogar Eis!
Mit frischen Eiern von meiner Gastfamilie im Gepäck geht’s wieder zurück in die Großstadt.
Buffet Bad Bodenteicher TriathlonPl.2 Ges., Pl.1 AKAuf Wiedersehen


Ein Platz-2-Jahresabonnement?

Mittwoch, 30 Juni, 2010 19:55

Abo für Platz 2 ?Habe ich irgendwo ein Abo für Platz 2 unwissentlich unterschrieben? Nachdem ich in Hamburg-Vierlanden Platz 2 belegte, wurde ich auch in Peine Deutsche Vizemeisterin. Und welchen Platz belegte ich in Bad Bodenteich? ……
R i c h t i g! Platz 2.
Mehr zu diesem fantastischen Wettkampf im schönen Niedersachsen könnt ihr demnächst hier lesen.


Back again!

Sonntag, 6 Juni, 2010 19:42

So, ich glaube ich habe die Unglücksphase überstanden (siehe letzte Blogs). Heute fand bei herrlichem Sommerwetter der Vierlanden Triathlon in Hamburg statt. Eigentlich wollte ich ja nach der schlimmen Geschlichte mit meinem Auge in Barcelona den Ferropolis-Triathlon (MD) rocken, aber da kam dann ja noch die heftige Zahnwurzelentzündung letztes Wochenende dazu. Also nicht Plan B, sondern Plan C, der da lautete: aus vollem Training heraus die OD in Vierlanden. …. Zunächst bin ich überglücklich, dass ‘mal nichts schief gegangen ist. Nach den letzten Wochen bin ich dafür schon dankbar! Schnellste Radzeit lässt sich auch echt sehen trotz 120km Rad + Lauf am Donnerstag, Schwimmen am Freitag und gestern 60kmRad + 10km Lauf . Zweitschnellste Laufzeit ist auch supi. Und das Schwimmen - naja - war außer am Freitag lange nicht mehr im Wasser. … Matze, ich habe wieder alles verlernt! Aber gegen Schwimmrakete Jule zu verlieren, ist auch keine Schande, da sie Kraulbeine genauso schnell schwimmt wie ich Kraul ganze Lage - oder sogar schneller? Mit Platz 2 hinter Jule (Julia Hübner) und mit knapp 13 Minuten vor der Drittplatzierten bin ich total zufrieden.
Der Sommer kann kommen!
Vierlanden Triathlon 2010


Ein Unglück nach dem nächsten

Mittwoch, 2 Juni, 2010 19:41

kaputte-wand… und es schien (ich bestehe auf die Vergangenheit!) kein Ende zu nehmen. Es war, als wenn mir ständig Stopp-Schilder vor Augen geführt wurden, und zwar wortwörtlich; denn für 1-2 Stunden hatte ich auf einem Auge die Sehfähigkeit komplett verloren.
Aber der Reihe nach: Vor 2 1/2 Wochen freute ich mich unendlich auf die Half Challenge Barcelona. Ich war top in Form. Am Abend vorher musste ich wieder wegen der Aschewolke bangen. Selbst auf der Fahrt zum Flughafen meinte der Taxifahrer, dass wahrscheinlich nicht geflogen wird. Die letzte Kurve und da war der Airport … aber überall Streifenwagen und Polizeimannschaftswagen. Zur Bekämpfung der Aschewolke waren die sicherlich nicht da. Im Gebäude herrschte Chaos; eine Menschenschlange von einem Terminal zum nächsten. Der Grund war einfach: die Fußballfans aus Madrid hatten wegen des Spiels in Hamburg im Flughafen übernachtet und wurden nun “bewacht”.
Dort in Barcelona begann dann meine Unglückssträhne: ein Problem bei der Autovermietung, Regen, Gewitter, Zimmerwechsel im Hotel, in der Nacht vorm Wettkampf nur 3h Schlaf wegen einer feucht-fröhlichen Feier direkt vorm Fenster, das vor Ort geliehene Mountainbike wurde gestohlen, … Aber das sind alles nur Peanuts im Vergleich zum Wettkampftag.
Trotz extrem wenig Schlaf fühlte ich mich total gut. Obwohl es noch stockdunkel war, merkte man, dass es ein sonniger Tag werden würde. Der erste nach all den Regentagen. Um 8:04 Uhr war Start. Das Schwimmen verlief super; ich überholte sogar eine Pro-Frau, die 2 min eher gestartet war.
Als ich aus dem Wasser kam (Position 1 in meiner AK und Platz 11 gesamt - fantastisch), sah ich mit einem Auge alles neblig. Ich dachte, es käme vom Salzwasser. Die Radstrecke lag mir. Ich fuhr eine Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 35 km/h auf 85 km! Leider wurde es immer schlimmer mit dem Auge. Immer wieder nahm ich die Sonnenbrille in den Mund, hielt mir das gesunde Auge zu - zunächst konnte ich noch Schemen erkennen, aber irgendwann keine Farben mehr, keine Umrisse - NICHTS - ALLES WEISS! Ich hielt bei Helfern an, es war sogar eine Ärztin, sie konnte aber von außen nichts erkennen …. ich fuhr weiter, es würde schon gleich weggehen …
Ich beschloss, in der Wechselzone den Wettkampf abzubrechen. Ich kam dort an … alles leer … kein Fahrrad bei den Frauen … mein Verstand setzte aus und ich begab mich noch auf die Laufstrecke. Wegen des fehlenden räumlichen Sehens plumpste ich in alle Unebenheiten … was machte ich hier eigentlich??? Mein Auge!, meine Gesundheit! - stopp!!! Es dauerte eine Ewigkeit, bis ein Krankenwagen kam, ich wäre schneller gewesen, wenn ich zurück gelaufen wäre. Ich wurde erst einmal zum Medical Tent in der Wechselzone zurück gefahren…. Erst 4 Stunden später wurde ich mit Blaulicht nach Barcelona in eine Augenklinik gefahren … Ratlosigkeit. Aber wieder ca. 30% Sehkraft.
Zurück in Deutschland folgte ein Marathon, aber nicht auf der Straße, sondern von Arzt zu Arzt. Augenarzt, Kardiologe, MRT, Neurologe … und endlich eine Diagnose (von meinem Allg.- und Sportarzt). Es war ein Vasospasmus (Gefäßkrampf). Hätte schlimmer enden können, also doch Glück im Unglück?!
Doch die Unglücke wurden nicht weniger: mein Drucker gab den Geist auf, eine teure Reparatur vom Auto, meine Radhalterung riss aus der Wand, heftige Wurzelentzündung mit 35h Dauerschmerz und zahnärztlichem Notdienst, …
Aber ich habe alle Stopp-Schilder niedergekämpft! Nun steige ich wieder ins Training ein und werde den nächsten Wettkampf aus dem Training heraus machen - ich habe ja noch höhere Ziele … Barcelona ich komme wieder … beste Radzeit insgesamt(!) will ich wiederholen… ach ja, die Zeiten im Internet (Barcelona) stimmen nicht. Wie mir Felix Walchshöfer bestätigte, gab es erhebliche Probleme mit der Zeitnahme und der Namensnennung (Spanischer Dachverband verantwortlich).

Keep on smiling!


Deutsche Vizemeisterin

Mittwoch, 5 Mai, 2010 20:29

Silber in OberurselAm 1. Mai fanden diesmal die Deutschen Meisterschaften im Duathlon in Oberursel (Hessen) statt. Am Tag davor war herrliches Sommerwetter, doch am Wettkampfmorgen fing es schon beim Einchecken an zu regnen. Die Straßen wurden spiegelglatt - vor allem das Kopfsteinpflaster in der Altstadt, so dass der Veranstalter ein Überholverbot auf dem Rad für die Passagen mit Kopfsteinpflaster verhängte.
Zunächst ging es 10 km in 4 Runden laufend durch die Altstadt. Nach dem 1. Lauf lag ich in meiner AK auf Position 2 mit genau 1 sec hinter der Ersten, ging aber nach einem sehr guten Wechsel als Erste auf die Radstrecke. Und nun begann der Mist, gerade auf meiner Paradedisziplin: Die Radstrecke war nicht nur sehr kurvig, sondern dazu auch noch total glatt. Leider bin ich ein absoluter “Schisser”, was Kurven angeht, besonders wenn man einen Berg herunter kommt, eine fast 360° Kurve fahren soll, die Straße wie Schmierseife ist und im Hinterkopf die kommende Saison hat. Also bin ich regelrecht um die Kurven geschlichen. Bei den Berghoch-Passagen hielt ich mich als Flachländerin ganz gut, doch bei den flachen Passagen gab ich Gas und machte Platz um Platz wieder gut. Diesen Vorsprung hätte ich gern weiter ausgebaut; ABER nun kam die Altstadt mit dem Überholverbot, was den ganzen Wettkampf verzerrt hat, denn schon saß ich hinter jemandem fest und musste mit angezogener Bremse!!! hinterherrollen. Und bald waren alle, die ich überholt hatte, wieder dicht hinter mir. Und das gleiche Spiel begann von vorn: um die Kurven wie ein Angsthase - überholt werden, an den Bergen arbeiten wie ein Tier, bergab mit 70 Sachen und Plätze wieder gut machen und in der Altstadt festhängen. Und das in allen 4 Runden! 
Trotz allem konnte ich mich als Führende in meiner Altersklasse auf die abschließende 5km-Laufrunde begeben. Allerdings betrug der Vorsprung nur 23 sec., was ich aber zu diesem Zeitpunkt nicht wusste. Bis ca. 500 m vorm Ziel lag ich in Führung und wog mich in Sicherheit, dann zog Christine Rausch an mir vorbei. Am Ende kam ich mit 11 sec. Rückstand als Zweite in meiner AK und 5. Gesamt ins Ziel.
Es war kein perfekter Tag, aber meine Leistung stimmt.


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